Bereits vor Gründung des Reitervereins Hellefeld hat es im "Alten Testament" aktiven Reitsport gegeben. Davon zeugt ein Bericht über die Entstehung des Reitervereins Hellefeld, in dem reitsportliche Aktivitäten vor dem offiziellen Gründungsjahr 1927 nachgewiesen werden.
Gründung am Weihnachtstag
Als sich am zweiten Weihnachtstag 1927 einige junge Bauernsöhne im Gasthof Baulmann in Altenhellefeld zusammensetzten, um aus der sechs Monate zuvor gebildeten Reiterabteilung einen Reiterverein zu gründen, ahnten sie noch nicht, dass dies die Geburtsstunde des über all die Jahrzehnte hinaus sportlich aktivsten und erfolgreichsten Reitervereins des gesamten Sauerlandes war.
Den Bauern Josef König erkoren sie zu ihrem 1.Vorsitzenden, Anton Tebbe wurde 2.Vorsitzender und Franz Bönner jun.Schriftführer. Dem erweiterten Vorstand gehörten an: Heinrich Baumüller, Albert Greitemann und Anton Lohmann. Die Gründungsmitglieder waren: Änne König-Röhrig, Anton Bönner, Franz Bönner, Franz Drepper-Bischof, Josef Greitemann, Ewald Lohmann und Willi Tebbe.
Das erste Reitturnier
Das erste Reit- und Fahrturnier fand unter Organisation des neuen Reitlehrers, Oberlandjäger Karl Lechleitner, statt. Hans Born war aus dienstlichen Gründen versetzt worden und Josef König konnte bei der Regierung wieder einen Reitlehrer für diese berittene Stell gewinnen. Lechleitner war unermüdlich für den Verein tätig und organisierte ein vorbildliches Turnier. Dem eigentlichen Reitereignis ging jedoch bei herrlichstem Wetter im Erlenbruch die Einweihung der neuen Vereinsstandarte durch Oberst a.D.Mitzlaff voraus. Den genauen Verlauf des Turniers mit anschließender Fuchsjagd, allen Siegern und plazierten zeigt ein Bericht aus "Westfalens Roß und Reiter", Heft 11, 1932. Was es für die Reiter damals bedeutete, kann man sich wohl vorstellen, wenn man sich den ersten Abschnitt des Artikel auf der Zunge zergehen lässt. - Das höchste Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde ! - Die Prägung der Reiterei der damaligen Zeit durch das Militär zeigt die Rede des Herrn Mitzlaff.Zeittypische, kernige Worte fordern die Mitglieder zum Zusammenhalt auf.
Der Überschuss der bei diesem Turnier erzielt wurde, betrug 502,21 Mark. Der gesammte Jahresüberschuss des Vereins im Jahre 1932 summierte sich auf "stolze"16,26 Mark. Der Mitgliedsbeitrag betrug 1932 für aktive Reiter zwei Mark. Für unentschuldigtes Fernbleiben vom Reiten wurde eine Strafe von 50 Pfennigen erhoben.